Sie verrichten Handlangerdienste für einige der größten Konzerne und werden dafür viel schlechter bezahlt als Arbeiter in den meisten Staaten der Dritten Welt: In Gefängnissen herrschen Zustände, die Kritiker von Sklaverei sprechen lassen. Die großen und zunehmend multinational agierenden Knastkonzerne und ihre Eigentümer freut es: Ihre Aktien gehörten in den vergangenen Jahren zu den erfolgreichsten an der Wall Street.
Mit moderner Sklaverei lässt sich auch heute noch viel Geld verdienen. Wer vor gut drei Jahren, als Barack Obama gerade als 44. Präsident der USA vereidigt worden war, Aktien der US-Unternehmen CCA und GEO kaufte, darf sich seither über einen satten Gewinn freuen. Die an der Nasdaq
notierten CCA-Papiere legten bis April 2012 auf Euro-Basis um mehr als 100 Prozent zu. Da fiel der Kursabschlag der letzten Tage kaum ins Gewicht. Die Aktie der GEO Group
schaffte innerhalb von drei Jahren immerhin einen Gewinn von knapp 35 Prozent. Trotzdem stehen die Papiere dieser Unternehmen nicht im Fokus der Finanzjournalisten, zumindest nicht in Europa. Und
das aus gutem Grund, denn CCA und GEO sind die führenden privaten Gefängniskonzerne der USA, die ihr fragwürdiges Geschäftsmodell mittlerweile auch in andere Staaten
exportieren. CCA steht für »Corrections Corporation of America«. Dieses in Nashville, Tennessee, gegründete Unternehmen ist der Marktführer unter den Privatgefängnissen im sogenannten
Land der unbegrenzten Möglichkeiten. In 19 Bundesstaaten unterhält CCA 63 Gefängnisse mit mehr als 85.000 Haftplätzen und erzielt einen Jahresumsatz von rund 1,6 Milliarden Dollar (1,2
Milliarden Euro). 75 Cent kostet ein Häftling die Unternehmen, für die sie zwangsweise arbeiten müssen, am Tag (!). Und das alles gibt es nicht nur in den fernen USA. Lesen Sie, wie immer mehr
Arbeitsplätze stillschweigend mit Häftlingen besetzt werden.
Den Volltext dieses Artikels lesen Sie in der aktuellen Ausgabe des Hintergrundinformationsdienstes KOPP Exklusiv.
+ + +
von Edwin E. Braatz
Mal ehrlich: Machen Sie alle die Geschaefte, die Sie machen koennen?
Oder moechten Sie im Wissen um den demographischen Faktor neue Kunden gewinnen, die treu und zuverlaessig sind, und auch die finanziellen Mittel haben, Ihre Produkte und Dienstleistungen sich
leisten zu koennen?
Wieviele Geschaefte machen Sie mit Menschen ueber 5o und aelter? Ueber 60 und aelter?
Der Markt fuer Menschen im Reifen Alter zaehlt in Deutschland mehr als 30 Millionen Mitglieder und verfuegt ueber die Mehrheit am nationalen Reichtum. Mit den aeltesten Babyboomers, die heute 57
Jahre alt sind, ist der Weg vorgezeichnet, wonach die aeltere Bevoelkerung ein alles ueberragendes Wachstum in den kommenden Jahren und Jahrzehnten erzielen wird.
Wenn Sie ernsthaft interessiert sind, eine abgestimmte Kampagne zu lancieren, um mehr Geschaefte mit aelteren Konsumenten zu machen, gebe ich Ihnen hier 10 Tipps und Vorschlaege von
Geschaeftsleuten, die erfolgreich aeltere Konsumenten umworben haben:
1. LEGEN SIE DIE WILLKOMMEN-MATTE RAUS
Zu viele Geschaeftsleute geben aelteren Konsumenten nicht das Gefuehl, willkommen zu sein. Stellen Sie sicher, dass Ihre Firma eine wohltuende, einladende Atmosphaere fuer ihre Kunden verbreitet.
Fragen Sie aeltere Besucher an Ort und Stelle nach ihrer offenen und ehrlichen Meinung, ob diese Abteilung ihren Erwartungen entspricht. Ihre Antworten werden Ihnen helfen, Ihren Job besser zu
tun
2. TRAINIEREN SIE IHRE MITARBEITER
Besonders junge Mitarbeiter benoetigen manchmal Hilfe, um die Beduerfnisse, Wuensche und Denkarten aelterer Kunden zu verstehen. Bauen Sie ein Trainingsprogramm auf, fuehren Sie einen
Ganztags-Workshop durch und holen Sie sich Experten ins Haus, die wissen, was Sache ist und sich gut auskennen mit hilfreichen Richtlinien fuer zu umwerbende aeltere Konsumenten
3. MACHEN SIE IHRE HAUSAUFGABEN
Wenn Sie nicht sehr viel wissen ueber Deutschlands erstaunlich lukrativen Markt fuer Menschen im Reifen Alter, machen Sie Ihre notwendigen Hausaufgaben. Am besten informieren Sie sich im
Internet. Suchen Sie nach Themen wie z.B. diesen und lesen Sie darueber: Zielgruppe 50plus, Generation 50plus, Silver Surfer, Seniorenmarketing. Besuchen Sie die Internet-Seniorenportale wie z.B.
www.feierabend.de, www.atlantic-city.de oder www.seniorweb.ch
4. BESCHAEFTIGEN SIE AELTERE MITARBEITER
Wenn sich Ihr Verkaufs- und Servicepersonal ausschliesslich aus Mitarbeitern im Alter von 20, 30 oder Anfang 40 zusammensetzt, werden Sie die Entwicklung des Marktes fuer Menschen im Reifen Alter
versaeumen.
Tragen Sie sich doch mal mit dem Gedanken, einige aeltere Mitarbeiter in Ihrem Betrieb zu beschaeftigen. Viele der aelteren Konsumenten moechten lieber von aelteren Verkaeufern bedient werden.
Und aeltere Angestellte (viele sind bereits in Rente und suchen einen interessanten Teilzeitjob) sind zuverlaessiger und benoetigen gewoehnlich weniger Training
5. HOEREN SIE, WAS SENIOREN SAGEN
Wenn Sie Einlick in den Zustand gewinnen wollen, wie Ihr Geschaeft mit den aelteren Konsumenten steht, stellen Sie zwanglos eine beratende Gruppe von 50Plussern zusammen. Stellen Sie sicher, dass
sieben von zehn Mitgliedern unterschiedlichen Alters, Bildung und sozialem Background sind. Aeltere Menschen sind im Durchschnitt komplizierter und unterschiedlicher als juengere
6. WERBUNG ZAHLT SICH AUS
Wenn Sie ernsthaft daran interessiert sind, mehr Kunden im Senioren Markt zu gewinnen, dann sollten Sie dieses auch kundtun. Und der effektivste Weg dieses zu tun, ist die Werbung in einem
Printmedium mit so gut wie keinem Streuverlust. Ich halte mich hier zurueck, spezielle Publikationen zu nennen.
7. HABEN SIE MEHR SPASS AN DER ARBEIT
Wenn Sie das Feld der aelteren Konsumenten bestellen wollen, ist es besser fuer Sie, Ihre duesteren Vermutungen und negativen Vorurteile zu verstecken. Aeltere Menschen sind im allgemeinen
optimistisch, es sind positive Menschen, die Spass an der Freude und an einem aktiven, kraftvollen Lebensstil haben. Je mehr Ihre Arbeitsumgebung eine solche Haltung ausstrahlt, desto besser
koennen Sie aeltere Konsumenten als Kunden gewinnen
8. ENTFERNEN SIE "STRASSENSPERREN"
Was haelt Sie von einer aggressiven, wohl durchdachten Reife-Markt Kampagne ab? Widerstrebendes Senioren Management? Tragen Sie die Fakten zusammen und legen Sie sie Ihrem Chef vor. Skeptisch,
weil von untergeordneter Bedeutung? Machen Sie die Ernsthaftigkeit klar, warum Sie dieses tun, und lassen Sie sich von Ihrem Programm nicht ablenken
9. REDEN SIE UEBER IHRE FIRMA
Kein Marketing-Programm fuer aeltere Menschen ist komplett, so lange Sie nicht eine PR-Kampagne starten, die das Positive ueber Ihre Firma, ihre Leistungen und ihre Angebote betonen kann.
Vielleicht koennen Ihre eigenen Mitarbeiter die PR uebernehmen, oder Sie holen sich professionelle Assistenz von aussen
10. HALTEN SIE ES EINFACH
Machen Sie aus Ihren Anstrengungen keine Doktorarbeit. Sehen Sie, ob Sie Ihre wichtigsten Aktivitaeten und Ziele auf ein einziges Stueck Papier niederschreiben koennen. Nennen Sie es Ihren
Senioren-Markt Spielplan. Gewinnen Sie Ihre Mitarbeiter dafuer, Ihnen zu helfen, dass eine Seite in einem Programm in der Lage ist, eine grosse Anzahl neuer Kunden in den kommenden Jahren zu
gewinnen und zu halten.
von Edwin E. Braatz
Haben Sie gewusst, dass 99 Prozent aller Entscheidungen emotional fallen und nicht rational?
Den "Homo oeconomicus" gibt es nicht. Die entscheidende Rolle im Verkaufsprozess spielen die Emotionen. Jede Kaufentscheidung, selbst wenn sie unter scheinbar rationalen Gesichtspunkten getroffen sein mag, ist in Wirklichkeit eine mehr oder weniger emotionale Entscheidung.
Mit anderen Worten: Alles, was keine Emotionen auslöst, ist für unser Gehirn wertlos! Somit stellt sich die entscheidende Frage, wie im Verkaufsprozess und damit auch im "schriftlichen Verkaufsgespräch" positive Gefühle geweckt und negative vermieden werden.
Menschen kaufen von Menschen, nicht von Unternehmen! Menschen kaufen in Wirklichkeit keine Produkte, sondern Problemlösungen und gute Gefühle. Sie kaufen keine Sachen, sondern die Erfüllung ihrer Hoffnungen, Wünsche und Träume.
Im Mailing Gefühle aufzuwühlen ist erfolgsbestimmend, weil alle wichtigen Entscheidungen aus dem Unterbewusstsein heraus getroffen werden! Der Verstand ist lediglich dazu da, die getroffenen Entscheidungen zu rechtfertigen.
Positionieren Sie Ihre Produkte und Dienstleistungen deshalb deutlich emotionaler als bisher. Schlagen Sie eine Brücke zu den augenblicklichen Emotionen ihrer Leser und stimmen Sie sich auf ihre Wellenlänge ein.
Wühlen Sie die Gefühle Ihrer Leser bis zu dem Grad auf, zu dem sie den dringenden Wunsch verspüren, Ihr Produkt sofort besitzen oder Ihre Dienstleistung sofort nutzen zu wollen.
Nur mit Emotionen werden Sie die von Ihnen erwartete Reaktion auslösen können!
Für Anleger gilt aber:
"Bremsen Sie Ihre Emotionen! Gier, Angst, Ungeduld und falsche Hoffnungen sind Haupt-gründe für Börsenverluste. Ihre Emotionen trüben den Blick für das Wesentliche. Die Folge sind falsche Entscheidungen. Deshalb ist es wichtig, dass Sie nach einer eindeutigen Strategie handeln." (TM Börsenverlag, Rosenheim)
von Edwin E. Braatz
Geraten Sie auch in Panik, wenn Sie jetzt immer öfters von einem drohenden Währungsschnitt hören, mit dem der Geldüberhang irgendwann gekappt wird - wie schon 1923 und 1948?
Bei der Währungsreform 1948 sind 97 Prozent der Guthaben verpufft und die Schulden der Bürger hatten nur noch eine Wertigkeit von 10 Prozent!
Heute ist die Erinnerung an diese Katastrophenjahre, in denen die Hyperinflation mit der Geldund damit Schuldenentwertung endete, noch immer sehr lebendig! Doch der Reihe nach:
Wir schreiben das Jahr 1923, Juli. Die Berliner Tageszeitung meldet: In New York kostet ein Dollar eine Million Mark! Die Monate der Hyperinflation beginnen. Immer schneller verzehnfacht sich die
Abwertung gegenüber dem Dollar, bis schließlich im November 1923 der Kurs für 1 Dollar 4,2 Billionen Mark entspricht!
Im Oktober 1923 kostet z. B. 1 Liter Milch 200 Millionen und 1 Pfund Brot 670 Millionen Papiermark (Goldmark)! In Wahrheit stiegen aber nicht die Preise, sondern das Geld wurde immer wertloser,
weil die Zentralbanken immer mehr davon druckten.
Es kam, wie es kommen musste: Die deutsche Wirtschaft brach zusammen. Die Arbeitslosigkeit stieg, die Löhne fielen ins Bodenlose. Ein wesentlicher Teil der Mittelschicht – gewohnt ihr Leben ohne
Hilfe des Staates zu gestalten – fand sich in Armut wieder.
Aber es gab auch Inflationsgewinner! So wurden die Immobilienbesitzer in der Inflation praktisch vollständig entschuldet, während gleichzeitig die Immobilien den Wert beibehielten. Aber auch sie
kamen nicht ungeschoren davon, denn der Gesetzgeber schöpfte diese Inflationsgewinne von 1924 bis 1943 über die Hauszinssteuer (Gebäudeentschul-dungssteuer) ab.
Währungstechnisch wurde die Hyperinflation mit der Währungsreform im November 1923 durch die Einführung der Rentenmark (spätere Reichsmark) gestoppt. Die wirtschaftlichen Verhältnisse
stabilisierten sich im Laufe des Jahres 1924 – in ihrer Folge auch die politischen.
Wachsende Teile der Bevölkerung konnten in diesem Staat jedoch nichts Verteidigenswertes mehr erblicken, insbesondere als mit der Weltwirtschaftskrise ab 1929 ihre soziale Lage wie zuvor in den
Jahren 1922 und 1923 wieder katastrophal wurde. Politische Extremisten erhielten verstärkt Zulauf. 1934 kamen die Nationalsozialisten an die Macht. Das Ergebnis ist bekannt!
Die Deflation kündigt sich meistens dadurch an, dass
sinken, und damit auch die Preise.
Eine solche Abwärtsspirale kennzeichnete die Welt-wirtschaftskrise ab 1929, als die Preise um fast ein Viertel zurück gingen!
Japan hat sich trotz Finanzspritzen, Zinssenkungen und Lohnverzicht bis heute nicht von der Deflation Anfang der 90er-Jahre als Folge der dort geplatzten Immobilienblase erholt!
Zu einer Inflation können leicht die hunderte von milliarden-schweren staatlichen Rettungspakete führen. Dann steigen die Preise, statt zu sinken und die Ersparnisse werden
entwertet.
Das Problem staatlicher Rettungspakete ist: Wie kommt der Staat von seinen hohen Schulden wieder runter? Sparen? Die Summen, die zur Debatte stehen, sind für eine erfolgreiche Rettung viel zu
gewaltig. Einfacher ist es, neues Geld zu drucken! Das neue Geld löst zwar eine Inflation aus, aber wenn das Geld weniger wert ist, werden auch die riesigen Schulden entwertet.
Deflation, Inflation, Währungsschnitt – die Auswirkungen sind in voller Konsequenz noch gar nicht abzusehen!
Eines der heikelsten Zürich-Axiome: Prognosen! Max Gunter verdammt sie in Bausch und Bogen. Er weiß natürlich eine Liste von „Experten“ aufzuzählen, die mit ihren Weissagungen hinsichtlich der Finanzmärkte versagt haben.
Besser gesagt: Sie lagen mal richtig, mal falsch, wie man es bei zufälligen Ereignissen erwarten würde. Der Wirtschaftswissenschaftler Dr. Theodor Levitt brachte es so auf den Punkt:
„Prophet zu sein ist einfach. Sie geben 25 Prognosen ab und reden später nur noch über die, die zutreffend waren“.
Tatsächlich ist es natürlich unmöglich, in die Zukunft zu sehen. Dies gilt ganz allgemein, aber besonders für die Finanzmärkte. Denn hier gelten keine berechenbaren physikalischen
Gesetze, sondern es regiert das Chaos, das aus den Handlungen millionenfach interagierender Menschen resultiert.
Anders gesagt: Während sogar das Wetter, obwohl Musterbeispiel der Chaostheorie, letztlich determinis-tischen Gesetzen gehorcht und somit zumindest prinzipiell vorhersagbar ist,
gilt das für die Wirtschaft und die Börse nicht.
Die Reaktion der menschlichen Psyche und insbesondere verschiedener Psychen ist grundsätzlich unvorhersehbar. Und damit macht es keinen Sinn, Prognosen zu erstellen. So jedenfalls Max
Gunther:
„Niemand hat auch nur die blasseste Ahnung, was nächstes Jahr, nächsten Monat, oder auch nur morgen passieren wird. Wenn Sie als Spekulant Erfolg haben wollen, müssen Sie es sich
abgewöhnen, auf Prognosen zu achten“.
Was ist die Konsequenz? Nach Gunther ist es einfach nur Glück bzw. Zufall, ob man die richtigen Aktien im Depot hat oder nicht. Ein sehr unbefriedigendes
Fazit.
Denn während es tatsächlich keinen Sinn macht, den DAX-Stand am 30.12. 2011 vorherzusagen, sind andere Prognosen durchaus gehaltvoll, insbesondere wenn es Szenario-Analysen sind.
Denken Sie z.B. an die Charttechnik - die Existenz von Trends, Widerständen und Unterstützungen wird von praktisch niemandem angezweifelt außer vielleicht den Vertretern der
Random-Walk-Hypothese, in deren geistiger Nähe sich Gunther ganz klar bewegt.
Aber auch fundamentale Prognosen sind nicht grundsätzlich abzulehnen, sofern sie keine unhaltbare Exaktheit suggerieren. So ist z.B. die Annahme von langfristigem
Wirtschaftswachstum, solange die Bevölkerungszahl zunimmt, eine absolut plausible Prognose (tatsächlich sind die Aktienkurse langfristig auch immer gestiegen). Eben so ist es legitim, steigende
Preise von Vermögensgütern anzunehmen, wenn die Geldmenge aufgebläht wird.
In einer Hinsicht hat Gunther aber auf alle Fälle recht: Prognosen muss man mit großer Skepsis begegnen, und je konkreter sie sind, desto skeptischer sollten Sie als Spekulant
sein. Wo der DAX Ende des Jahres stehen wird weiß nämlich tatsächlich kein Mensch.
Fazit:
- Bauen Sie Ihr spekulatives Programm nicht auf Basis von Prognosen auf
- Missachten Sie alle Prognosen
- Richten Sie Ihre Handlungen nicht an dem aus, was vermutlich passieren WIRD, sondern an dem was tatsächlich PASSIERT
- Verlieren Sie NIE die Möglichkeit aus den Augen, dass Sie eine schlechte Spekulation eingegangen sind
- Wenn das passiert, steigen Sie aus!
von Edwin E. Braatz
Der DEMOGRAPHISCHE WANDEL treibt die Märkte in Zukunft an! Der Wandel ist unaufhaltsam und hat einen bedeutenden Einfluss auf die Anlagemärkte!
Demographische Entwicklungen vollziehen sich kontinuierlich über Jahre und Jahrzehnte hinweg und sind auf vielen Ebenen genau berechenbar.
Kurzfristige Einflüsse können eine Aktie zwar vom Kurs abbringen, doch die zugrunde liegenden demographischen Entwicklungen bleiben unverrückbar.
Sinkende Geburtenraten und steigende Lebenserwartungen führen unweigerlich dazu, dass die Bevölkerungen in den entwickelten Ländern älter werden und zum Teil sogar schrumpfen.
Ein extremes Beispiel ist Japan. Mit rund 127 Millionen Menschen in 2007 hat die Bevölkerung ihren Gipfel erreicht und wird innerhalb von 40 Jahren auf unter 100 Millionen schrumpfen. Bis 2050
wird nur noch die Hälfte der Bevölkerung erwerbstätig sein – fast 40 % werden sich hingegen im Ruhestand befinden. Zurzeit kommen auf jeden Ruheständler 3,3 Personen im erwerbsfähigen Alter. Im
Jahr 2055 wird es indessen für jeden Japaner, der im Ruhestand ist, nur noch 1,3 Erwerbstätige geben.
Auch in Deutschland sind Menschen über 50 die einzig wachsende Bevölkerungsgruppe, während die Gruppe der 14-bis 49-Jährigen kontinuierlich schrumpft. Nur noch zehn Jahre und in Deutschland leben
mehr Menschen im Alter über 60 als unter 20!
Die ökonomischen Konsequenzen dieser Entwicklung sind offenkundig. Eine schrumpfende Bevölkerung bedeutet immer auch eine schrumpfende Wirtschaft. Jeglicher Wohlstand, den die immer kleinere Zahl
von Erwerbstätigen erarbeit, wird zunehmend für die wachsende Zahl der von ihnen abhängigen Ruheständler benötigt.
Warum halten viele Länder an einem gesetzlichen Rentenbeginn mit rund 65 Jahren fest, der eine Ruhestandsdauer von 30 Jahren bedeuten könnte? Viele gesunde 60-Jährige von heute sind so fit wie
ihre Eltern mit 50, und sie sind bereit und in der Lage, noch einige Jahre im Erwerbsleben zu bleiben.
Wie eine alternde Bevölkerung ihr Leben gestaltet und ihr Geld ausgibt, hat maßgeblichen Einfluss auf die Volkswirtschaften und ist auch für die Börsen von enormer Bedeutung!
Wenn wir den Einfluss der Demographie auf die Börsen verstehen, erkennen wir, dass weitaus stärkere Kräfte als nur Unternehmensgewinne, Konjunkturzyklen und das Anlegerverhalten am Werk sind und
darüber entscheiden, was aus unseren Investments wird.
Als Anleger können Sie demographische Trends nicht beeinflussen. Sie können sich aber auf sie einstellen und für sich nutzen!
Der Gesundheitssektor und die Konsumbranchen eignen sich für attraktive, langfristige Anlagen besonders!
Im Gesundheitssektor bieten eine Vielzahl von Unternehmen – von Arzneimittelfirmen über Hersteller künstlicher Organe und Gelenke bis hin zu Betreibern von Pflegeeinrichtungen – Produkte und
Dienstleistungen für die alternde Bevölkerungen an.
Wie sieht es in Schwellenländern aus?
Die entwickelten Länder haben die wirtschaftlichen Möglichkeiten, für ihre älter werdende Bevölkerungen zu sorgen. Das ist bei Schwellen- und Entwicklungsländern anders.
Besonders in China, wo die Ein-Kind-Politik zur Folge hatte, dass der Bevölkerungsaufbau eher einem Trichter als einer Pyramide gleicht. Seit den 70er-Jahren mussten sich die meisten Chinesen auf
ein Kind pro Familie beschränken. Diese Politik hat es Peking ermöglicht, das Wachstum behutsamer zu steuern. Die Folge: Die wirtschaftlichen Probleme werden lediglich verschoben und eine ganze
Generation von Chinesen wird die erdrückende Last tragen müssen, allein zwei Eltern zu unterstützen. China muss also reich werden, bevor es alt wird.
Die andere Seite der Medaille sind die großen Chancen der Schwellenländer wie zum Beispiel die BRIC-Länder Brasilien, Russland, Indien und China, in denen eine junge Generation von Arbeitskräften
ins beste Erwerbsalter eintritt.
Größer werdende Bevölkerungen in wachsenden Volkswirtschaften bieten für Sie als Anleger riesige Chancen, denn ein ganzes Heer von neuen Konsumenten will ihr steigendes, verfügbares Einkommen
genussbringend ausgeben.
Über die BRIC-Staaten wird viel berichtet, aber daneben gibt es noch andere Konsumstories in Schwellen- und Entwicklungsländern, die wenig oder gar keine Beachtung finden. Sie eignen sich perfekt
zur gezielten Titelauswahl.
Afrika wird zum Beispiel oft von Anlegern links liegen gelassen, die nicht erkennen, welches Potenzial die Konsumentwicklung auf dem schwarzen Kontinent beinhaltet.
Wir wissen, dass die Bevölkerungen der entwickelten Länder altern. Wir wissen aber auch, dass die Bevölkerungen der Schwellen- und Entwicklungsländer wachsen und wohlhabender werden.
Beide Fakten eröffnen interessante Möglichkeiten für Sie als Anleger!
KOPP-Verlag, Michael Grandt
Im Jahre 1913 gelang es einem privaten Bankenkartell, mittels eines konspirativ vorbereiteten Handstreichs, das amerikanische Parlament zu überlisten und die Kontrolle über die Währung zu erlangen.
»Gebt mir die Kontrolle über die Währung einer Nation, dann ist es für mich gleichgültig, wer die Gesetze macht.« Diese prophetischen Worte des Großbankiers Mayer Amschel Rothschild sollten sich
zu Beginn des 20. Jahrhunderts recht unheilvoll in den Vereinigten Staaten bewahrheiten und bis heute nachwirken.
Ausbeutung des Volkes durch räuberische Geldverleiher
Der »Federal Reserve Act« von 1913 war für eine Clique Privatbankiers ein großer Erfolg: Er autorisierte eine private Zentralbank (bestehend aus zwölf Kreditmonopolen), Geld für Darlehen
praktisch aus dem Nichts heraus zu drucken und gegen Zinsen an die Regierung zu verleihen, sowie die nationale Geldmenge zu kontrollieren bzw. zu vergrößern oder zu verkleinern.
Der Kongressabgeordnete Lindberg nannte dieses Gesetz »das schlimmste Gesetzesverbrechen aller Zeiten. Das Finanzsystem ist einer Gruppe übergeben worden, die nur auf Profit aus ist. Das System
ist privat und wird nur zu dem Zweck benutzt, aus dem Gebrauch des Geldes anderer Leute den größtmöglichsten Profit zu erzielen.«
Carter Glass, der Vorsitzende des Bank- und Währungsausschusses im Kongress, wurde noch deutlicher: »Gab es jemals eine Regierungsnote, deren Wert sich auf den Besitz einer Bank stützt? Gab es
jemals Regierungsgeld, von dem kein einziger Dollar herausgegeben werden kann, außer durch Aufforderung an eine Bank? Die angebliche Einbindung der Regierung ist so weit entfernt, dass sie nicht
zu entdecken ist.«
Ein paar Jahre später gab der Abgeordnete Louis McFadden vor dem Kongress zu Protokoll: »Einige Menschen denken, dass die Federal-Reserve-Banken Institutionen der US-Regierung sind. Es sind aber
private Monopole, die das Volk dieser Vereinigten Staaten ausbeuten; in ihrem eigenen Interesse und dem ihrer ausländischen Kunden, im Interesse von Spekulanten im In- und Ausland und im
Interesse von reichen und räuberischen Geldverleihern.«
Paul M. Warburg, einer der führenden Köpfe des Federal Reserve System, erläuterte, dass die Noten der Federal Reserve privat herausgegebenen Geld darstellen, während die Steuerzahler dabeistehen,
um die potentiellen Verluste der Banken zu übernehmen. Damit hatte das Geldkartell alle sein Ziele erreicht.
Aber wie konnte es der amerikanische Kongress zulassen, dass die Kontrolle der Währung an diese kleine Clique privater Bankiers überging?
Vorgeschichte: Manipulierte Bankenpanik
Die Öffentlichkeit und auch der Kongress waren im ersten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts nicht bereit, eine Zentralbank in den USA zu akzeptieren. Dies widersprach der »freien« Marktwirtschaft und
erzeugte Angst vor dem Sozialismus, der in vielen Ländern Europas bereits Einzug gehalten hatte.
Die privaten Bankiers mussten also die öffentliche Stimmung und auch die des Kongresses manipulieren.
Am besten eignete sich dazu, eine Bankenpanik erzeugen, und das taten sie auch: Sie streuten Gerüchte, dass die Knickerbocker Bank und die Trust Company of America kurz vor dem Bankrott stehen würden und lösten damit die Bankenpanik von 1907 aus, weil die Öffentlichkeit den Gerüchten Glauben schenkte und beide Banken stürmte, weil jeder sein Erspartes zurückhaben wollte. Eine ganze Epidemie von Bankenzusammenbrüchen war die Folge.
»Edelmütig« war der Großbankier J.P. Morgan daraufhin bereit, 100 Millionen Dollar in Gold aus Europa zu importieren, um den Ansturm auf die Banken zu beenden. Erst jetzt war die hypnotisierte Öffentlichkeit davon überzeugt, dass das Land ein Zentralbankensystem brauche, damit in Zukunft derartige Panikattacken vermieden werden konnten, denn sie hatte genug von der »Anarchie« der Privatbanken.
Dass gerade die mächtigsten Privatbanken es waren, die diese Panik zielgenau ausgelöst hatten, darüber erfuhr das amerikanische Volk lange Zeit nichts.
Robert Owens, Mitverfasser des »Federal Reserve Act«, gab später bei Anhörungen im Kongress zu Protokoll, dass das Bankenkartell ein Komplott geschmiedet hatte, um diese Finanzpanik zu erzeugen. Der amerikanische Bürger sollte dazu bewegt werden, »Reformen« zu verlangen, die den Interessen der Finanzkreise dienten.
Der Kongressabgeordnete Lindbergh erhob den Vorwurf: »Das Geldkartell hat die Panik von 1907 verursacht. Diejenigen, die dem Geldkartell nicht genehm waren, konnten dabei aus dem Geschäft
gedrängt werden, während das Volk derart in Angst versetzt wurde, dass es nach Veränderungen in den Bank- und Währungsgesetzen verlangte, die das Geldkartell formulieren würde.«
Geheimtreffen auf Jekyll Island
Den Boden für die Saat so vorbereitet, kam es im November 1910 auf Jekyll Island, einer Insel vor dem Bundesstaat Georgia, zu einem »Geheimtreffen« der mächtigsten Privat-bankiers der USA, um ein
Szenario zu entwerfen, das aus den ehemaligen Erzrivalen Verbündete machen und nur ihren Interessen dienen sollte.
Das hieß im Klartext: Profite maximieren, Minimierung des Wettbewerbs, die regulative Kraft der Regierung nutzen, um die im Kartell geschlossenen Abkommen durchzusetzen und die Schaffung eines
Entwurfes für ein Zentralbankensystem. Sprich: Die gesamte Kontrolle des Geldes sollte auf wenige Privatbankiers übergehen, getreu Mayer Amschel Rothschilds Motto: Wer die Kontrolle der
Währung hat, dem ist es egal, wer die Gesetze macht.
Gastgeber des konspirativen Zirkels war der Fraktionschef der Republikaner Nelson W. Aldrich, Vorsitzender der Nationalen Währungskommission und Schwiegervater von John D. Rockefeller. Er galt gemeinhin als »Senator der Wall-Street« und Sprecher für Großindustrie und Banken.
Die weiteren Teilnehmer waren: Abraham Piatt Andrew, Ministerialdirektor des US-Schatzamtes, Henry P. Davison, Hauptteilhaber der J.P. Morgan Company, Charles D. Norton, Präsident von J.P. Morgans First National Bank of New York, Benjamin Strong, Vorstand der J.P. Morgans Bankers Trust Company, Paul M. Warburg, Partner von Kuhn, Loeb & Company, Vertreter der Rothschildschen Bankendynastie, und Frank A. Vanderlip, Präsident der National City Bank of New York in Vertretung von William Rockefeller.
Wie pikant das Treffen war, enthüllte Vanderlip einige Jahre später: »Wenn die Öffentlichkeit erfahren hätte, dass unsere Gruppe den Entwurf für ein Bankengesetz geschrieben hätte, dann hätte dieses Gesetz im Kongress niemals eine Chance auf Verabschiedung gehabt.«
Das von den privaten Bankiers auf Jekyll-Island entworfene Gesetz (»Aldrich-Plan«) sah die Errichtung einer Zentralbank (»Federal Reserve«) vor. Zudem sollten private Banken privates Geld in
Umlauf bringen dürfen und deren Kontrolle durch die Finanziers der Wall Street erfolgen.
Der Präsident musste »ersetzt« werden
J.P. Morgan und seine Bankierclique waren sich klar darüber, dass sie außer der Zustimmung im Kongress auch noch den Präsidenten dazu bewegen mussten, das heikle Gesetz zu unterschreiben, sollte
es verabschiedet werden. Aber William Howard Taft, US- Präsident des Jahres 1910, war kein Mann Morgans und hatte die Wiederwahl im Jahre 1912 so gut wie in der Tasche. Taft weigerte sich,
zusammen mit der Opposition, die von Aldrich entworfene Gesetzesvorlage für die Konstituierung einer Zentralbank zu unterstützen.
Der Geldtrust wünschte sich jedoch einen Präsidenten, der sich angriffslustig für die Vorlage einsetzen würde. So überlegten Morgan und seine Clique, wie sie die Person Taft im Weißen Haus
ersetzen und dessen Kontrolle über das Präsidentenamt brechen könnten.
Ihr eigentlicher Wunschkandidat war Woodrow Wilson, zwar ein Demokrat, aber ihrer »Sache« eher zugetan. Doch Wilson würde die Wahl gegen den Republikaner Taft nicht gewinnen, das stand fest.
Morgan kam eine geniale Idee: Ganz gezielt gründete er neue Partei, die Progressive Party, holte Teddy Roosevelt, der vor Taft Präsident gewesen war, aus der Versenkung hervor und ließ ihn als
Kandidaten gegen Taft antreten, um dessen als sicher geltende Wiederwahl zu verhindern.
Tatsächlich nahm Roosevelt seinem Gegner so viele Stimmen ab, dass Morgans eigentlicher Kandidat, Woodrow Wilson, schließlich mit knapper Mehrheit zum neuen Präsidenten gewählt wurde.
Wilson war von Morgan-Leuten umgeben, auch einer seiner engsten Vertrauten, »Oberst« Edward Mandell House, den er sein »alter ego« nannte, war durch und durch »Morgan-treu«. Der neue Präsident
der Vereinigten Staaten stellte also kein Problem mehr dar. Nun musste nur noch der Kongress umgestimmt werden.
Unhaltbare Versprechungen an die Opposition
Um ihren Gesetzantrag durch den Kongress zu bringen, änderte die Morgan-Fraktion die »alte« Bezeichnung »Aldrich-Plan« zunächst in »Federal Reserve Act« um.
Der günstigste Zeitpunkt, um mit dem Gesetzesentwurf Erfolg zu haben, erschien ihnen kurz vor Weihnachten. Drei Tage vor Heiligabend wurde er in den Kongress eingebracht, als die
Abgeordneten bereits Vorbereitungen für ihren Weihnachtsurlaub trafen. Der Antrag war so umständlich formuliert, dass nur Wenige dessen Inhalt wirklich verstanden.
Aber die Opposition, allen voran William Jennings Bryan, war nach wie vor dagegen, so dass Morgan und Aldrichs Mannschaft ihm mit scheinbarer Kompromissbereitschaft entgegenkam und so tat, als
akzeptierte man seine Forderungen. Bryan durchschaute das Spiel nicht, buchte das für seinen Erfolg. Er sagte: »Das Recht der Regierung, Geld in Umlauf zu bringen, geht nicht auf die Banken über;
die Kontrolle über das so geschöpfte Geld wird von der Regierung nicht aufgegeben.«
Das dachte Bryan zumindest, aber die Wahrheit sah anders aus: Zwar hatte der Finanzminister und der Chef des Bankenaufsichtsamts, die beide im Fed-Direktorium (Federal Reserve Board) vertreten
waren, eine gewisse Kontrollfunktion, aber die Federal-Reserve-Banken (das »Machtzentrum« der Fed ist die Federal Reserve of New York) konnten ihre Politik weitgehend selbst gestalten, also
außerhalb parlamentarischer Überwachung.
Die Geldmenge wurde zwar von der US-Bundesdruckerei gedruckt, aber in Umlauf gebracht wurde sie in Form von Obligationen oder Schulden der Regierung, und diese Schulden musste die Regierung plus Zinsen an die private Federal Reserve zurückzahlen.
Am 22. Dezember 1913 wurde der Gesetzesantrag dann im Abgeordnetenhaus mit 228 zu 60 Stimmen und im Senat mit 43 zu 23 Stimmen verabschiedet, bereits am nächsten Tag von Präsident Wilson unterzeichnet und erhielt dadurch als »Federal Reserve Act« Gesetzeskraft.
Der Kongress war von einem trügerischen wie brillanten Angriff des Geldtrusts überlistet worden.
Die Citigroup und JP Morgan Chase haben das Sagen
Die Federal Reserve ist bis heute keine Institution der amerikanischen Regierung, sondern eine unabhängige Gesellschaft in Privatbesitz, bestehend aus zwölf regionalen Federal-Reserve-Banken, die
vielen kommerziellen Mitgliedsbanken gehören.
Die JP Morgan Chase & Co. (Vermögenswert 2,25 Billionen Dollar*) ist die größte US-Bank, gefolgt von der Citigroup mit einem Vermögenswert von 2,05 Billionen Dollar*, die gleichzeitig
der Eckpfeiler des Rockefeller-Imperiums ist. Beide Banken sind darüber hinaus auch die zwei größten Anteilseigner der Federal Reserve of New York, die wiederum im ganzen Fed-System die
Aktienmehrheit besitzt.
So regiert eine kleine Bankenclique bis heute die USA.
© 2008 Das Copyright dieser Seite liegt, wenn nicht anders vermerkt, beim Kopp Verlag, Rottenburg
von Edwin E. Braatz
Autoren haben es gut! Wissen sie nicht, was sie schreiben sollen, schließen sie das leere Dokument einfach wieder.
Firmenchefs hingegen sind arm dran. Ihr Dokument ist eine schier endlose Fläche, die sich nicht einfach so zum Verschwinden bringen lässt: Da sind Firmengebäude, Fahrzeuge, Verpackungen; überall muss etwas hingeschrieben werden.
Die Werbeaussagen klingen zwar professionell, sagen jedoch nichts aus. Beliebt sind Formulierungen wie "Kundenorientierte Strategie", "Zur richtigen Zeit am richtigen Ort", Individuell wie Sie" oder "Maßgeschneiderte Lösungen". Auch der emotionale Imperativ wird gern genommen: "Technik, die begeistert" rufen einem die Kleinbetriebe von ihren Lieferwagen zu, als löste diese Aussage tatsächlich Begeisterung aus.
Belanglosigkeiten
Weitaus verstörender ist die Masse an Belanglosigkeiten, die Unternehmen ihren Kunden auf Websites, Prospekten und Mailings zumuten.
Da wütet eine Geschwätzigkeit von grauenvoller Banalität: kleinstgedruckt und in astronomische Länge gezerrt, weil die Firmenkommunikation tödlich daran krankt, dass sie jeweils von mindestens fünf Personen verantwortet wird, die sich dazu berufen fühlen, immer wieder einen neuen Aspekt herauszustreichen.
Nirgendwo sind Texte liebloser und stümperhafter geschrieben als in dieser Sparte, was nur teilweise darauf zurückzuführen ist, dass viele Leute, die für ihre Texte Geld bekommen, eigentlich Schläge kassieren müssten!
Das Problem liegt vielmehr darin, dass Unternehmen oft von Menschen geführt werden, die keine Ahnung haben, was sie über ihre Firma sagen könnten, und dann eben von anderen abschreiben, die wiederum den gleichen Kampf mit sich ausfechten - eine "Technik, die begeistert".
Nullbotschaften
Und wäre das alles nicht schon schlimm genug, werden diese Nullbotschaften auch noch konsequent mit Bildern lachender Menschen versehen, was ebenfalls keine Aussage darstellt, im Verbund jedoch wie ein Kommunikationskonzept wirkt oder von einer schamlosen Agentur als solches verkauft worden ist.
Dennoch sind die meisten Unternehmen stolz auf den Qualm, den sie verbreiten. Darauf hingeweisen, dass sie einem mit ihren Texten nichts Wissenswertes erzählen, reagieren sie durchweg beleidigt und verweisen auf die "vielen positiven Reaktionen, die wir auf unsere Werbung erhalten", was das Entsetzen schlagartig verdoppelt, denn offenbar kann das Volk schlechte Texte nicht von guten unterscheiden und auch nicht kluge Werbung von bescheuerter.
Das ist aus zwei Gründen kein Wunder: Erstens ist die Wahrnehmung der Menschen bei der Masse an Werbebotschaften längst völlig abgestumpft, und zweitens leben wir in einer Kultur, in der das Mittelmaß mangels echter Qualität gern zur Spitzenklasse emporgejubelt wird.
Und das Traurigste dabei ist: Egal, wie schlecht ein Text sein mag - es findet sich immer einer, der ihn richtig gut findet.
ISBN=3448093238
von Edwin E. Braatz
Warum treffen Menschen immer wieder Fehlentscheidungen, wenn es um Geld und Finanzen geht? Warum lernen sie nichts aus vergangenen Börsen- und Finanzcrashs? Warum versteht unser Gehirn Geld
anders als all die anderen Dinge?
NEURO FINANCE geht diesen und weiteren Fragen auf den Grund. Das Autorenduo Christian E. Elger und Friedhelm Schwarz erklären wissenschaftlich fundiert und gleichzeitig
unterhaltsam, was die Neurowissenschaften heute über die Funktionsweise unseres Gehirns wissen und was das für den Umgang mit Geld bedeutet.
Warum das Gehirn mit dem Thema Geld und Finanzen anders umgeht, als mit anderen Dingen liegt in der Komplexität des Problems. Wir bilden soziale Systeme, die aus Menschen bestehen und auf Kommunikation basieren. Jeder Mensch des Systems verfügt über ein Gehirn, einem äußerst komplexen Organ.
100 Milliarden Zellen weist ein Gehirn eines erwachsenen Menschen auf. JEDE einzelne der 100 Milliarden Gehirnzellen kann 15.000 synaptischeVerbindungen aufbauen.
Jede Entscheidung wird anhand von Wissen, Erfahrungen und Gelerntem getroffen. Daher ist auch jede Entscheidung komplex. Wenn zwei Gehirne aufeinander treffen, haben sie wiederum die gleiche
Komplexität wie oben beschrieben mal zwei! Und wenn ein soziales System aus Tausenden von Menschen besteht, ist die Komplexität unübersehbar.
Ein Sportler überlässt sein Training nicht einfach seinem Körper, den Muskeln oder der Lust und Laune, um in irgendeiner Sportdisziplin erfolgreich zu werden. Seine mentale Vorbereitung ist für
seinen Erfolg ebenso wichtig!
Wir aber machen uns keine Gedanken darüber wie das Gehirn nachdenkt, wie es lernt und die Entscheidungen für uns trifft. Dieses "blinde Vertrauen" führt in dem Finanzsektor zu verheerenden
Konsequenzen. Nicht ohne Grund trägt das Buch NEURO FINANCE den Untertitel: Wie Vertrauen, Angst und Gier Entscheidungen treffen.
Erkenntnisse, die für Sie bei Geldentscheidungen von großem Nutzen sein können.
von Edwin E. Braatz
Die Fondsmanager der DWS sind überzeugt, dass mächtige globale Megatrends über Jahrzehnte die Preise entlang der gesamten Wertschöpfungskette steigen lassen –
und das schlägt sich wiederum positiv im Aktienkurs nieder.
Für diese These sprechen die wachsende Weltbevölkerung und die zunehmende Verstädterung in China, Russland und in Indien – damit schrumpft die bebaubare Ackerfläche. Außerdem treibt die Produktion von Biokraftstoffen die Nachfrage nach Pflanzen in die Höhe. Ferner stellt die neue Mittelschicht in ... Lesen Sie hier weiter
nacherzählt von Edwin E. Braatz
Der smarte Jo will mit einer eigenen Ranch reich werden. Als Anfang kauft er einem Farmer ein Pferd ab. Er übergibt dem Farmer seine ganzen 100 Dollar und dieser verspricht, ihm das Pferd am
nächsten Tag zu liefern.
Am nächsten Tag kommt der Farmer vorbei und teilt Jo eine schlechte Nachricht mit: "Es tut mir leid, aber das Tier ist in der Nacht tot umgefallen." Meint Jo: "Kein Problem. Gib mir einfach mein
Geld zurück. "Geht nicht", eröffnet ihm der Farmer. "Ich habe das Geld gestern bereits für Dünger ausgegeben."
Jo überlegt kurz. "Na dann", fängt er an, "nehme ich das tote Pferd trotzdem." "Wozu denn?" fragt der Farmer. "Ich will es verlosen", erklärt ihm Jo. "Du kannst doch kein totes Pferd verlosen!",
staunt der Farmer. Doch Jo antwortet: "Kein Problem! Ich erzähl' einfach keinem, dass es schon tot ist..."
Monate später laufen sich Jo - fein in Anzug und schicken Schuhen - und der Farmer in der Stadt über den Weg. Fragt der Farmer: "Jo! Wie lief's denn mit der Verlosung des Pferde-Kadavers?"
"Spitze", erzählt ihm Jo. "Ich habe über 500 Lose zu je 2 Dollar verkauft und meine ersten 1'000 Dollar Profit gemacht."Ja... gab's denn keine Reklamationen?"
"Doch - vom Gewinner", sagt Chuck. "Dem habe ich dann einfach seine 2 Dollar zurückgegeben."
(Quelle unbekannt)
Heute verkauft Jo strukturierte Finanzprodukte in New York . . .
+ + +
von Edwin E. Braatz
Mal ehrlich: "Haben Sie das Gefühl, Sie kümmern sich genügend um Ihre Finanzen, um Ihr liebes Geld? Haben Sie Ihre Ausgaben im Griff? Ihr Erspartes gut angelegt? Für Ihr Alter ausreichend
vorgesorgt?
Oder bekommen Sie bei diesen Fragen ein schlechtes Gewissen? Ist es nicht eher so, dass Sie Geld zwar gerne haben, aber die Beschäftigung damit Ihnen doch recht mühselig erscheint? Und
irgendwie haben Sie immer keine Zeit - Sie müssen ja Geld verdienen!
Der amerikanische Bankier und einstmal reichster Mann der Welt John Davison Rockefeller brachte es auf den Punkt:
"Es ist besser, einen Tag im Monat über sein Geld nachzudenken, als einen ganzen Monat dafür zu arbeiten."
So geht Jahr für Jahr ins Land, ohne dass Sie einmal grundlegend Ihre Finanzen auf gesunde Füße gestellt haben.
Warum sich die Beschäftigung mit dem Geld lohnt
Geld an sich ist nichts wert; Sie können es nicht essen. Geld ist nichts weiter als ein Stück bedrucktes, buntes Papier mit einem Versprechen, dafür einen bestimmten Gegenwert zu bekommen.
Gestrandet auf einer einsamen Insel würden Sie Ihr letztes Brot selbst für eine Million Euro nicht hergeben!
In der Realwirtschaft erhält das Geld seinen Wert durch die Produkte und Dienstleistungen, die Ihnen bei Abgabe Ihres Geldes zur Verfügung stehen: Ein Auto kaufen, ins Kino gehen, Urlaub machen,
ein Seminar besuchen usw. Das ist die unmittelbar wichtigste Funktion des Geldes!
Nur wenn Sie säen, können Sie auch ernten
Geld hat auch eine Wert-Aufbewahrungsfunktion – es ist das Vorratslager für schlechte Zeiten ("Spare in der Zeit, dann hast Du in der Not"). Wenn Sie über einen angemessenen Vorrat an Geld
verfügen, fühlen Sie sich automatisch sicherer. Geld macht nicht unbedingt glücklich, aber es beruhigt ungemein. Da ein Scheitern im Hinblick auf eigene Ziele oder Projekte weniger bedrohlich
erscheint, sind wir offener, lockerer und entkrampfter und wagen mehr.
In meiner Zeit als Ausendienstverkäufer hatte ich einen Kollegen, der sich Geld pumpte, um beim Kunden mit einem prall gefüllten Geldbeutel in der Tasche sich selbst das Gefühl zu geben, genug
Geld zu haben, um den Auftrag nicht unbedingt haben zu müssen. Seine Entspanntheit übertrug sich positiv auf seine Kundenden und so wurde er einer der erfolgreichsten Verkäufer!
Geld steht auch für Kontrolle. Wenn Sie Ihre Finanzen im Griff haben, wirkt sich das auch positiv auf Ihr Kontrollgefühl dem Leben gegenüber aus. In der Stressforschung heißt es: Wenn das Gefühl
aufkommt, eine Situation nicht unter Kontrolle zu haben, erhöht dies den Stresslevel. Kontrolle in Geldangelegenheiten wirkt demnach förderlich für ein entspannteres Leben.
Mit diesen Erkenntnissen will ich niemand davon überzeugen, mehr Zeit als nötig auf das Geldverdienen zu verwenden. Mir geht es hier nur darum, dass Sie Ihren Finanzen mehr Aufmerksamkeit
schenken!
+ + +
von Edwin E. Braatz
In Zeiten der Krise und des Umbruchs erlangt das Thema „Nachhaltigkeit“ immer mehr an Bedeutung - auch in der deutschen Finanzwelt.
Weltweit wächst der Markt für Geldanlagen, die sowohl ökonomische als auch soziale und ökologische Kriterien berücksichtigen.
Lesen Sie dazu das E-Interview zum Virtual Roundtable "Nachhaltige Investments – Chancen und Herausforderungen aus Sicht der Branchen-Experten"
+ + +